Exzellenter Winter Tagebuch
Dienstag, 19.03.2024
In den vergangenen Wochen fiel mir das aufstehen nie so schwer wie heute. Das liegt wahrscheinlich an der überwiegenden Wein-Komponente des gestrigen Käse- und Weinabends in unserer Unterkunft. Wie jeden morgen frage ich mich, wer von uns sich wohl heute wieder eine Erkältung eingefangen hat, aber zu meiner großen Überraschung sind diesmal alle fit. Wir überzeugen uns gegenseitig von unserer Fahrtüchtigkeit und los gehts in die Praxen. Die 50 minütige Fahrt vergeht einigermaßen zügig dank des neuen Ariana Grande Albums. Mittlerweile sind wir recht vertraut mit den Abläufen in der Praxis und können routiniert mitarbeiten. Zu meiner großen Freude werde ich zwei mal mit „Herr Doktor“ angesprochen und lasse das gerne so stehen (der Trick ist, sich immer demonstrativ das Stethoskop umzuhängen, dann wird man ernster genommen). Dann kann ich zu meiner Freude sogar selbst ein Asthma bei einer Patientin erst-diagnostizieren und anbehandeln.
Etwas früher als sonst machen wir uns auf den Weg zum Teaching, heute steht wieder eine Fallbesprechung an. Auf dem Weg gibt es die fast schon zur Tradition gewordene Butterbreze in Osterhofen. Alle haben spannende, teils ausgefallene, teils alltägliche Fälle aus dem Hausarzt-Alltag dabei und es wird hitzig diskutiert.
Ähnlich ritualisiert wie die Butterbreze in Osterhofen gibt es in der Unterkunft erst mal Shrimp-Pasta. Unsere kleine Bäckermeisterin Kathi backt zur Freude aller einen Zupfkuchen der zur Enttäuschung aller nach dem Backen auf dem Boden landet. Aber da sind wir nicht so und lassen uns gemäß der 40-Sekunden Regel den ehemaligen Kuchen, und jetzigen Crumble schmecken. Dabei denken wir natürlich an der Flammkuchen, der in der ersten Woche auf dem Boden gelandet ist. Fürs Abendessen haben wir uns heute etwas ganz besonderes ausgedacht, es gibt Nudeln mit Tomatensoße. Allen mundet es und wir lassen den Abend entspannt bei einer Kicker-Partie und einem Spiel Activity ausklingen. So langsam wird allen bewusst, dass wir alle bald den bayerischen Wald verlassen. Umso mehr freuen wir uns auf die nächsten Tage.