Exzellenter Sommer Tagebuch
Wahnsinn! Heute ist schon der letzte Tag. Wo sind die letzten 4 Wochen geblieben? Mein Wecker geht mittlerweile um 6:50 Uhr, nicht mehr um 6:10 wie in der ersten Woche. Das Frühstück fällt leider aus, dafür gibt es fantastischen Kaffee von Mareike aus Monas Bialetti. Weiterer Pluspunkt: Das ganze Haus duftet nach Zimtschnecken, die gestern als Teamprojekt für unsere Praxen gebacken wurden.
Ab ins Auto, los geht’s nach Osterhofen! In der Kinderarztpraxis um Dr. Platzer werden besagte Zimtschnecken in der Küche plaziert und schon geht’s los in den Sprechstundenalltag- doch davor nimmt sich Dr. Platzer Zeit für ein Feedbackgespräch mit mir und ich freue mich einmal mehr über die Wertschätzung, die mir hier entgegengebracht wurde.
Die Sprechstunde ist abwechslungsreich- neben Husten, Schnupfen, Heiserkeit (einen klassischen Krupp-Husten würde ich jetzt überall erkennen) stehen auch eine Menge Impfungen und U-Untersuchungen auf dem Programm. Im Laufe der vier Wochen durfte ich viele Kinder abhören, in viele Ohren schauen, einige Bäuche abtasten- und die unterschiedlichsten PatientInnen kennenlernen, vom wenige Tage alten Säugling bis zum Teenager. Dr. Platzer und Dr. Huber sind fantastisch im Umgang mit den Kleinen und locken sowohl Kinder als auch deren Eltern aus der Reserve. Schnell ist der Vormittag rum und es heißt Abschied nehmen- vom Team und von Osterhofen.
Zuhause gibt’s Mittagessen, die Ersten verabschieden sich- ein komisches Gefühl. Wir wünschen einander eine gute Heimreise und drücken uns. Es wird nochmal Tee gekocht, gelesen, ein Mittagsschlaf gehalten und später am Abend mit der Hilfe von Medisongs die Ferienwohnung aufgeräumt. Wir verbleibenden Sechs freuen uns aufs morgige Abschiedsfrühstück- Mareikes Kürbisbrötchen (mit Rosinen! <3) sind schon vorbereitet. Gestern Abend haben wir noch mit unserer Vermieterin und ihrer Familie mit bayrischer Medizin (Blutwurz) angestoßen, heute genießen wir die (ungewohnt) aufgeräumte Wohnung und unseren letzten Abend. Schön war’s! [/av_content_slide] [av_content_slide title='05.10.' heading_tag='' heading_class='' link='' link_dynamic='' linktarget='' title_attr='' av_uid='av-m5vfccl6' sc_version='1.0'] Samstag, 05.10.2024 Abschied Mit der sanften Musik „Streets of London“ weckt mich mein Handy und ein letztes Mal sehe ich von der Balkontür der Ferienwohnung Fernblick, die ihrem Namen auch an diesem Tag alle Ehre macht, hinunter auf die sanften Nebelschwaden über der Donauebene, der Zwiebelturmkirche und den „Streets of Lalling“. Im kühlen Morgen wird die fernblickende Ferienwohnung aufgeräumt und beladen wir die Autos. Dass der exzellente Sommer zuletzt immer mehr wie ein exzellenter Herbst anmutete, wird auch mit den Samstagsbrötchen zelebriert, die diese Woche Kürbis enthalten. Ein letztes Mal in dieser Runde schwelgen wir im Samstagsbrunch. Danach verteilen wir die Reste und machen klar Schiff. Dann heißt es Abschied nehmen – von der Wohnung, unserer herzlichen Vermieterin und natürlich von den liebgewonnenen Mitbewohnis. Nach Umarmungen und Wünschen geht es los – erst nach Deggendorf „Geiselaustausch“ mit Viechtach machen (ein Heidelberger gegen zwei Tübingerinnen – keineswegs ein fairer Tausch, selbst wenn man alle beteiligten sehr mag) und tanken. Über Autobahn, Landstraßen zur Stauumfahrung und Raststädte cruist unsere Tübinger-Crew heimwärts. Vielleicht sind wir inzwischen die langen Strecken gewohnt – die Rückfahrt vergeht jedenfalls wie im Flug und ich bin immer noch ganz erfüllt vom letzten Monat, als ich zwischen halbausgepackten Taschen in meinem Zimmer sitze und diesen Eintrag schreiben. Was für eine Zeit! Leerreich, aufregend, herausfordernd, lustig, anstrengend, erholsam, bunt… man möchte fast sagen „exzellent“. Pfiat eich!