Exzellenter Winter Tagebuch
Montag, 06.3.2023
Nach einer unruhigen Nacht ist es soweit. Die Hausarztfamulatur steht vor der Tür. Als bei mir der Wecker um 6 Uhr morgens klingelt und ich noch halb verschlafen aus dem Zimmer stapfe, sitzen schon alle anderen voller Elan, Vorfreude und einem Hauch Nervosität beim Frühstück in der Küche.
Da wir um 7:00 Uhr raus müssen ist keine Zeit zu verlieren. Gehetzt (aber sicher) fahren wir in die Praxen, in welchen wir UM 7:30 UHR!!! sein müssen. Dort angekommen werde ich von einem richtig netten Praxisteam empfangen. Mir werden alle Teammitglieder vorgestellt und die Praxis gezeigt. Ich habe ausreichend Zeit mich noch fertig zu machen und schon kommen die ersten Patienten ins Behandlungszimmer. Sofort nimmt mir mein zugeteilter Arzt die Angst und lässt mich als erstes mit ihm mitgehen während er mir alles erklärt. Keine Sorge, wenn man noch nicht viel weiß, es wird alles erklärt. Als mein mir zugeteilter Arzt Untersuchungen durchführt, werde ich immer gut integriert und darf auch ran – egal ob orthopädische Untersuchung oder Auskultation.
Nach den ersten Patienten werde ich nun gefragt, ob ich es mir zutraue mir einen Patienten zur Hand zu nehmen und eine Anamnese selbstständig durchzuführen. Nachdem ich fertig bin, kommt mein Arzt zu mir und klärt nochmals alles mit uns ab. Wir gehen noch einige EKGs durch und er erklärt noch einiges.
Zum Mittagessen bekomme ich eine exzellente Mahlzeit sogar mit Produkten vom eigenen Hof. Bevor es zu den Hausbesuchen geht, darf ich noch Pferde und Hühner füttern.
Am Nachmittag geht es nochmals in die Praxis, wo wir noch bis 18:00 Uhr Patienten betreuen.
Zuhause reflektieren wir das Erlebte gemeinsam bei einem richtig gutem Gemüsecurry und ziehen Fazit über unseren ersten Tag des Praktikums.
Nach der Organisation der Teachings für die kommenden Tage, fallen wir alle todmüde in unsere Betten.
Vom ersten Tag habe ich mitgenommen, dass ein Hausarzt im ländlichen Raum sich wirklich Zeit für seine Patienten nimmt. Nicht nur Krankheiten werden behandelt, sondern der Mensch als Ganzes steht im Mittelpunkt.