Exzellenter Sommer Tagebuch
Dienstag, 24.09.2024
Nach dem sehr lustigen aber auch späten Abendessen gestern in Freyung gesponsert von und mit unserem zuständigen Landkreis starten wir morgens um 7:00 Uhr noch bisschen verschlafen in einen verregneten Dienstagmorgen. Tatsächlich schon der vorletzte Dienstag unserer Famulatur… die letzten zwei Wochen vergingen wie im Flug und die meisten von uns sind diese Woche erst richtig angekommen und haben sich jetzt erst in ihren Praxen und Kliniken eingelebt. Somit starten wir trotz Regen wieder motiviert in unsere jeweiligen Hausarztpraxen. Da ich durch meine Fahrgemeinschaft schon eine halbe Stunde früher als der „Chef“ in meiner Praxis ankomme, startet mein Tag immer mit den angemeldeten Blutentnahmen vormittags, bei denen ich mittlerweile sehr (treff-)sicher und selbstbewusst geworden bin. Ein kleines Pläuschchen mit den PatientInnen und den total sympathischen MFAs in der Praxis darf zu dieser Zeit natürlich auch nicht fehlen, bis der Chef kommt und der Praxisalltag dann richtig zum Rotieren beginnt. Die zwei Wartezimmer (mit und ohne Infekt) füllen sich langsam, die zwei Besprechungszimmer sind schon besetzt und im Untersuchungsraum liegt auch schon jemand für sein Sono Abdomen bereit. Hier in der Schwerpunktspraxis für Diabetes mellitus Typ 2 sind viele PatientInnen im DMP eingeschrieben, wodurch ich jeden Tag glücklicherweise reichlich die Möglichkeit habe im Rahmen der regelmäßigen Kontrollterminen selbstständig zu Schallen, Fußbögen durchzuführen und EKGs zu schreiben und auszuwerten. Somit schnapp ich mir, sobald mein Hausarzt da ist gleich den ersten Pat. im Sono und schalle mit Einwilligung des jeweiligen Pat. zur Übung schon mal ausführlich vor, bevor mein Hausarzt im Anschluss das Ganze nochmal im routinierten Schnelldurchgang macht und meine Verdachtsdiagnosen evaluiert. Auch hier habe ich in den letzten zwei Wochen v.a. nach dem Sono-Teaching deutliche Fortschritte machen können vom anfänglichen nur Sehen hellerer/ dunklererSchattierungen über das erfolgreiche reine Finden aller Organe bis zu dato jetzt Pathologien erkennen und benennen können. So bin ich den ganzen Famutag abwechselnd einmal selbstständig tätig im Sono, EKG, etc und begleite dann aber auch immer wieder meinen Hausarzt in die verschiedenen Patientensprechstunden von Neuro über Ortho bis Onko heute. Bis man schaut ist es schon 12 Uhr und somit Feierabend in der Praxis, jedenfalls für mich.
Anschließend geht es heute zurück in die Unterkunft zum Teaching Fällebesprechung, was „zuhause“immer sehr gemütlich und somit recht entspannt für alle ist, trotzdem wird inhaltlich viel besprochen und dazugelernt. Da im späten Nachmittag nun doch noch die Sonne rausgekommen ist, zieht es alle nach draußen, um ein bisschen Sonne zu tanken. Ein Teil unserer Gäng bleibt zuhause um Sport zu machen, der andere Teil jedoch will die Zeit nutzen in den Wäldern in Neuschönau das Tier-Freigelände im Nationalparkzentrum Lusen zu erkunden.
Später am Ende des Tages müde, ausgepowert aber glücklich lassen wir auch den heutigen Tag wie immer in unserer Unterkunft mit einem sehr leckeren gemeinsamen Abendessen und anschließender anstehender Orga bzw. Spielen ausklingen, bevor jeder ins Bett fällt.