Exzellenter Sommer Tagebuch
Montag, 23.09.24
Neue Woche, neues Glück! Wie immer hat mein Wecker mich viel zu früh um 6:20 aus dem Bett geschmissen, bevor es nach dem Frühstück los in die Arztpraxis ging.
Dort angekommen, ging es auch gleich los zum erste Notarzteinsatz des heutigen Tages: eine Patientin hatte einen Krampanfall und wurde in das Klinikum Cham gebracht. Die Übergabe an das zuständige Team im Krankenhaus durfte ich dann direkt selbst machen, was zwar etwas Überwindung kostete, aber super geklappt hat!
Zurück in der Praxis habe ich geimpft, in Ohren geschaut und Lungen abgehört, EKGs geschrieben und Infusionen gelegt und vieles mehr. Unterbrochen wurden wir dabei wieder vom Piepser, denn auf den morgendlichen Notarzteinsatz sollten noch drei weitere folgen. Besonders eindrücklich war dabei ein Verkehrsunfall, bei dem das volle Aufgebot von Feuerwehr, Polizei und DRK vor Ort war, inklusive Rettungshubschrauber. Nachdem klar war, dass alle Beteiligten glimpflich davongekommen waren, blieb sogar noch Zeit, den Start des Hubschraubers zu bewundern.
Durch die ganzen Notarzteinsätze wurden die gewohnten Abläufe in der Praxis verschoben, sodass die Mittagspause eher kurz ausfiel und auch die Hausbesuche am Nachmittag eng getaktet werden mussten.
Anschließend ging es für die Nachmittags-Sprechstunde zurück in die Praxis, wo ich unter Anleitung noch einen Leberfleck ausschneiden und die Wunde zunähen durfte. Da ich zuvor zwar an Schweinehaut, aber noch nie am Menschen genäht hatte, war das natürlich ein Highlight!
Wieder in der Unterkunft angekommen, haben wir uns zu dritt zu einer kleinen Runde Rennrad aufgemacht und einmal mehr die wunderschöne Landschaft im Bayerischen Wald genossen. Nach einer warmen Dusche stand das Abendessen auch schon auf dem Tisch, und weniger später kehrte Ruhe im Haus ein und alle fielen müde ins Bett.
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5:35 Uhr … Der erste Wecker ist schon verschlafen. Es kostet mich einige Überwindung, aber schließlich rolle ich mich aus dem Bett und schleppe mich ins Badezimmer. Nach einer kurzen, aber erfrischenden Dusche fühle ich mich zumindest etwas wacher. Zum Frühstück gibt es unser selbstgemischtes Müsli – richtig lecker! Dann machen sich Hanna-Lotta, Leonie und ich auf den Weg nach Zwiesel.
Unterwegs fahren wir, wie jeden Morgen, in einen wunderschönen Sonnenaufgang, der den Bayerwald in Magenta- und Orangetöne taucht. Der Tag beginnt gut, und ich bin gespannt, was auf mich zukommt.
In der Chirurgie gibt es heute leider nicht viel zu tun – nur ein paar Blutentnahmen, der OP-Plan sieht recht leer aus. Wir beschließen also, mal wieder in der Notaufnahme vorbeizuschauen und uns ein paar Patienten-EKGs zum Üben zu schnappen. Gar nicht so einfach, aber ich merke, dass ich langsam besser werde.
Nachdem wir für heute genug EKGs interpretiert haben, schauen wir noch bei der Sonografie vorbei. Was einst ein schemenhafter Schneesturm war, offenbart uns mittlerweile immer mehr. Es fasziniert mich, wie eindeutig manche Pathologien mittlerweile ins Auge springen. Das viele Üben lohnt sich!
Das Tageshighlight ist für mich das Abendessen, zu dem uns Vertreter des Landkreises Freyung-Grafenau eingeladen haben. Es ist ein richtig lustiger Abend mit gutem Essen, lockeren Gesprächen und vielen Lachern.
Erschöpft und mit vollem Bauch falle ich schließlich ins Bett. Ein langer Tag voller Erfahrungen liegt hinter mir – und ich freue mich schon darauf, was morgen bringt!